07. Juni 2026
Hidden Landscape
Schaffhausen CH | Kunsthalle Vebikus
15.00 Uhr
Hidden Landscape UA 07. Juni 2026
um 15.00 Uhr in der Kunsthalle Vebikus
Dieses Konzert findet im Rahmen dieser Ausstellung statt: Die Edition 5 Erstfeld, gibt seit 1994 dreidimensionale Multiples in einer Auflage von 5 Exemplaren von über 160 Kunst-schaffenden heraus. In der Vebikus Kunsthalle Schaffhausen ist eine repräsentative Auswahl zu sehen. Einzelne Arbeiten werden zum ersten Mal in einer grösseren Ausstellung gezeigt.
Bereichert wird diese Editionsauswahl mit Beiträgen von Maya Bringolf und Vincent Kohler.
Das New2Art+ Ensemble mit der Pianistin Judith Wegmann, dem Schlagzeuger Miguel Angel Garcia Martin und dem Klangkünstler Matthias Müller bringt eine umfangreiche Komposition des Zürcher Komponisten Edu Haubensak (*1954) zur Uraufführung. Die Zusammenarbeit führt zentrale Themen der bisherigen Arbeit des Ensembles weiter: die Auseinandersetzung mit Raum, Zeit und der unmittelbaren Wahrnehmung von Klang.
Ergänzt wird die Komposition durch ortsbezogene konzeptuelle Arbeiten des Ensembles, die eigens für den jeweiligen Aufführungsort entwickelt werden. Sie reagieren auf Akustik, Atmosphäre und Architektur des Raumes und verbinden sich mit der Komposition zu einem vielschichtigen Klangbild. Die Musik bewegt sich zwischen komponierten Strukturen, Improvisation und aleatorischen Elementen. Räumlich verteilte Klangquellen eröffnen dabei immer neue akustische Perspektiven und lassen eine hörbare Landschaft entstehen, die sich langsam verändert und entfaltet.
Mit einer Aufführungsdauer von etwa 120 Minuten lädt HIDDEN LANDSCAPE zu einer individuellen Form des Hörens ein. Wie beim Betrachten eines Kunstwerks steht das individuelle Erleben im Zentrum: Die Besucher*innen bewegen sich frei durch den Raum, verweilen, hören aus der Nähe oder aus der Ferne – inmitten der Klänge und der ausgestellten Kunstwerke. Musik und bildende Kunst treten in einen offenen Dialog. Die drei räumlich verteilten Klanginseln erzeugen unterschiedliche akustische Perspektiven; eine davon bleibt möglicherweise ausschließlich hörbar – nicht sichtbar –, wie ein Werk, das sich dem Blick entzieht.
Die drei räumlich verteilte Klanginseln schaffen unterschiedliche Erfahrungsräume; eine davon bleibt möglicherweise ausschließlich hörbar und entzieht sich dem Blick. Wie beim Betrachten eines Kunstwerks steht das persönliche Erleben im Mittelpunkt. Die offene Form der Aufführung ermöglicht unterschiedliche Zugänge und Wahrnehmungen – konzentriert, meditativ oder flüchtig im Vorübergehen. So entsteht ein musikalischer Erfahrungsraum, der Neugier, Offenheit und Entdeckung fördert und zugleich Menschen anspricht, die sich der zeitgenössischen Musik erstmals oder auf neue Weise annähern möchten.