Performance-Trilogie 2009/2010

Durch Stimmungen, Bewegungen und Klänge Wege sichtbar werden lassen.
Ein Kommen und Gehen, ein Finden und Verlieren.

In einer Folge von verschiedenen interdisziplinären In- und Outdoor Performances
wurde die Vielschichtigkeit menschlicher Gemütszustände dargestellt und hinterfragt.

Die frei improvisierte Musik, Innen- und Aussen-Installationen und die Performance-Art standen in diesen Arbeiten im Zentrum. Darin wurden Grenzbereiche in allen Facetten ausgelotet.
Dazu wurden die Klanggestaltung mit akustischen Instrumenten, Tonbandgeräten und E-Musik und die Bewegungen auf allen Ebenen ausgearbeitet, und dies kreierte in den jeweiligen Räumlichkeiten oder „Outdoor“ einen eigenen Kosmos.

Der Augenblick, der im nächsten schon der Vergangenheit angehört, und die unverhinderbare Vergänglichkeit der Dinge und Zustände darstellt.
Themen wie Verlust und Schmerz sind darin von ebenso wichtiger Bedeutung wie schöne stimmungsvolle Momente, die wie eine sanfte Berührung erscheinen, aber im nächsten Augenblick ins Hässliche übergehen.
Die Vielschichtigkeit dient dazu, Wege von einer poetischen oder irrealen Gefühlswelt zur Realität sichtbar werden zu lassen. Wege, die immer wieder – unerwartet – Kippmomente offenbaren.
Die Performances ließen das Publikum reisen von schönen, beruhigenden Momenten zu düsteren, unheimlichen und erdrückenden Augenblicken, die das Bewusstsein auf verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung anregen und berühren.

Mitwirkende Musiker und Künstler:

  • Claudia Bucher, Performance-Art
  • Jonas Kocher, Electronics
  • Judith Wegmann, (präparierter) Flügel
  • Christian Müller, Electronics / Klarinetten
  • Laurent Estoppey, Saxofon
  • Rob Nienburg, Beleuchtung

Mit freundlicher Unterstützung von:

  • Direktion für Bildung und Kultur, Kanton Zug
  • Kultur der Stadt Zug
  • SIG, Schweizerische Interpretengesellschaft
  • Genossenschaft Migros Luzern
  • FUKA Fonds der Stadt Luzern
  • Casimir Eigensatz Stiftung
  • Fondation Oertli Stiftung
  • Amt für Kultur, Kanton Bern
  • Fotos und Video von Rob Nienburg; sock!imaging

Outdoor Dialog 2009

Gewürzmühle

Sommerwäsche


Kritikausschnitt zur Vernissage von Claudia Bucher September 2010,

Kantonales Verwaltungszentrum Zug
Zuger Presse, 15. September 2010 von Beatrice Scheurer:

Energetische Aktionskunst und ein Ohrenschmaus, Claudia Bucher gelang am vergangenen
Dienstag eine Performance von nahe zu unbeschreiblicher Ausstrahlung. Auf das Eindruckvollste umrahmt, wurde ihre Aktionskunst „Earstick IX“ von der unglaublich wandlungsfähigen Pianistin Judith Wegmann und vom virtuosen Perkussionisten Christian Bucher.
Begleitet von den beiden Musikern skizzierte sie mit einem langen Stab, an dessen Ende Kohle befestigt war. Getragen von den Geräuschen der Instrumente und einer bemerkenswerten Leidenschaft, die alle Gefühlsschwankungen zuliess...
Während es am Drumset des Perkussionisten pochte und trommelte, waren vom präparierten Flügel der Pianistin den Einsatz von Gegenständen wie Glaskugeln, Kämmen oder Wäscheklammern an bestimmten Stellen der Saitenchöre mal versöhnlich konziliante, mal knirschende, schrille Töne zu hören. Ununterbrochen gleitete der Zeichenstab übers Papier, leise tänzelnd, knirschend laut. Die Wechsel von allen von sanft zu schrill waren fliessend. Die Kraft dieser Performance mit mit starken Bildern packte einen sehr heftig und auch leise.