Schwarzberg - Eine musikalische Lesung mit Arno Camenisch

Das Projekt ist eine Lesung mit klassischer Musik. Die Pianistin Judith Wegmann interpretiert zur Lesung von Arno Camenisch aus seinem Buch "Sez Ner" Kompositionen von Werner Bärtschi (1950) und J. S. Bach.
Das Projekt kreiert einen Wort-Klang Kosmos, der stimmungsvoll zwischen Literatur, Alter und Neuer Musik im Dialog pendelt, und diese zwei verschiedenen Kunstgattungen in sich verbindet und zu einem Ganzen zusammen führt.

Die Kompositionen vom Schaffhauser Komponisten Werner Bärtschi sind eigens für dieses Projekt, ausgehend vom Buch "Sez Ner", geschaffen worden. Seine Werke bilden das Bindeglied im Zwiegespräch zwischen der Musik und der Lesung vom Autoren.

Bachs Inventionen und Sinfonien sind in ihrer Art transparent und rhythmisch klar strukturiert, aber sie bergen immer wieder Überraschungen und ergänzen sich stimmungsvoll mit der performativen Eigenart, wie Camenisch seine Texte vorträgt. Die Kompositionen von W. Bärtschi sind in 5 Teile gegliedert, die jeweils zwischen 2 Kompositionen von Bach gesetzt sind. Bärtschis Musik schlägt somit eine Brücke von Bach zum Wortund verknüpft diese. Es ist ein Moment, der das Publikum in eine berührende Welt aus Wort und Klang eintauchen lässt - ein poetischer Dialog zwischen zwei Kunstgattungen.

Presse Auszug aus der Schaffhauser Zeitung, 4. September 2012 von Rita Wolfensberger:

An den Abendkonzerten im Musikhaus Meister erlebt man immer wieder die Begegnung mit jungen, sehr begabten Musikern, so auch an diesem ersten in der neuen Saison.

Arno Camenisch und Pianistin Judith Wegmann hatten sich dafür ein aparates Programm ausgedacht, indem sie Auszüge aus dem Buch „Sez Ner“ Kompositionen von Bach und Werner Bärtschi gegenüberstellten, womit sie beabsichtigten, das Publikum in eine berührende Welt aus Wort und Klang und damit in einen poetischen Dialog zwischen zwei Kunstgattungen eintauchen zu lassen. Wer diesen Abend gehört hat, wird mir zustimmen: Das waren nicht nur zwei, sondern drei „Kunstgattungen“, und die dritte heisst „Interpretationskunst“.

Werner Bärtschi weiss Brücken zu schlagen, so zeigte Judith Wegmann-alternierend zu den Lesungen-mittels ihrer Interpretationen von Sinfonien und Inventionen von J.S. Bach einerseits und Kompositionen des Schaffhausers Bärtschi anderseits, wie er trotz durchweg sehr eigenständiger Tonsprache sich in Geist und - vor allem mehrstimmiger Tonsetzung dem alten Meister nahe weiss. Judith Wegmann spielt all das mit einer derart umfassenden gestalterischen Kompetenz, pianistisch meisterhaft, und in allem Melodischen so gekonnt expressiv, dass man auch ihr mit restloser Spannung lauschte. Alle „drei“ Kunstformen wurden da aufs Erfreulichste realisiert und vereint.